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01.12.2014

Unternehmen tragen viel bei

Damit die Energiewende gelingt

Viel Kritik hat sich die bayerische Staatsregierung für ihren Umgang mit der Energiewende eingefangen: Wenig Transparenz bei der Umsetzung der Pläne. Verschärfte Abstandsregelungen für Windräder. Das Nein gegen neue Stromtrassen. „Wir haben die Energiewende von Anfang an unterstützt, sind aber von der der bisherigen Umsetzung sehr enttäuscht“, kritisiert auch Landesbezirksleiter Seppel Kraus. „Keine Planungssicherheit für Unternehmen und ein drohender zweigeteilter Strommarkt in Deutschland mit höheren Preisen im Süden weil der Windstrom aus dem Norden nicht ankommt. Dies gefährdet Investitionen und Arbeitsplätze in unseren energieintensiven Branchen.“
Dabei verbrauchen die energieintensiven Industrien nicht nur viel Strom und sind auf ein Gelingen der Energiewende angewiesen, sie tragen auch viel zur Energiewende bei.

IG BCE

Energiewende - jetzt und bezahlbar

Silicone von Wacker in Burghausen kommen beispielsweise in Windkraftanlagen zum Einsatz. Der Konzern ist weltweit zweitgrößter Hersteller von Silicium, wichtigster Rohstoff für herkömmliche Solarzellen. Auch in der Bauchemie ist man aktiv und entwickelt etwa Produkte für die Abdichtung und Dämmung von Gebäuden. Betriebsratsvorsitzender Anton Eisenacker: „Bei uns ist die Energiewende nicht nur aus Kostengründen Schwerpunktthema.“
Bei Lapp Insulators in Wunsiedel werden Isolatoren aus Keramik und Kunststoff gefertigt, die für Stromleitungen benötigt werden. Das Unternehmen ist damit in Europa führend und betreibt auch ein Forschungslabor. Betriebsratsvorsitzender Thomas Merkel: „Wir könnten viel zum Trassenbau beitragen.“
Pilkington in Weiherhammer produziert unter anderem auch Glas für die Solarthermie. Dieses wird wiederum bei Flabeg FE in Furth im Wald gebogen und verspiegelt. Die Receiver für die Solarrinnen stellt Schott her. Betriebsratsvorsitzender Markus Schmid von Flabeg FE: „Solarthermie heißt große, kostenintensive Projekte, mit viel Knowhow aus unseren Branchen, die gemeinsam gestemmt werden. Forschung und Entwicklung hat deshalb an unseren Standorten einen hohen Stellenwert.“
Im November hat die Staatsregierung ihren dreimonatigen Energie-Dialog „Plattform Energie Bayern“ mit Vertretern von Verbänden und Organisationen gestartet, am Ende soll ihr neues und lange hinausgeschobenes Konzept auf den Tisch. Seppel Kraus: „Es wäre schön, wenn dabei auch mit Arbeitnehmern geredet wird, die aufgrund des Hin und Her Angst um ihre Arbeitsplätze haben. Wir wollen alle eine erfolgreiche Energiewende, ohne dass der Standort Bayern gefährdet ist und unsere Wirtschaft auf der Strecke bleibt. Im Gegenteil: Das Knowhow unserer Branchen soll nicht nur in Deutschland die Energiewende voranbringen. Wir sind kein Teil des Problems, sondern ein Teil der Lösung.“