Gelungene Auftaktveranstaltung des ESF-Projekts am 4. Juli 2016 in Würzburg

„Zukunftsfähige Schichtarbeit: Passgenaue Lösungen zwischen individuellen Bedürfnissen und betrieblichen Anforderungen“

…ein spannendes Thema, über das 40 Betriebsräte und Betriebsrätinnen sowie Arbeitgebervertreter und -vertreterinnen gemeinsam mit Dieter Bertges, Schichtexperte der IG BCE, Silke Mündlein von ars serendi, Markus Erlewein vom Arbeitgeberverband Bayerischer Papierfabriken und RA Peter Fürnthaler vom Verein der Bayerischen Chemischen Industrie am 4. Juli 2016 in Würzburg diskutierten.

Der Landesbezirk Bayern startete mit dieser Auftaktveranstaltung in das von der IG BCE initiierte Projekt „Alterns- und demografiegerechte Schichtarbeit in kollegialer Beratung“, das als Branchendialog im Rahmen der ESF-Sozialpartner-Richtlinie „Fachkräfte sichern: weiter bilden und Gleichstellung fördern“ durchgeführt wird. Organisatorisch und inhaltlich wird das Projekt von der QFC GmbH begleitet und unterstützt. Die Federführung liegt in der Hand der Fachsekretärin für Gute Arbeit und Demografie, Sandra Bränzel.

Das Thema traf den Nerv aller Teilnehmenden, geht es doch darum, die Arbeitszeit dieser besonders belasteten Arbeitnehmergruppen besser zu gestalten. Aber wie? – Das war die Frage!

Silke Mündlein stellte die Ergebnisse der von der IG BCE beauftragten Befragung „fit@schicht" mit den Zielgruppen Betriebsräte, Personalverantwortliche, Führungskräfte aus dem gewerblichen Bereich vor und sorgte genauso wie Dieter Bertges mit seinem Vortrag „Arbeitswissenschaftlich anerkannte Schichtsysteme – guter Wille contra Umsetzungspraxis“ für eine anregende Diskussion. Der Vortrag von Markus Erlewein zeigte sehr anschaulich die tariflichen Instrumente und betrieblichen Lösungsansätze in der Papierindustrie auf, die auch für die anderen Branchen von hoher Relevanz sind.

Wichtig war vor allem der Dialog mit den Teilnehmenden, um die im Anschluss geplanten „Know-how“-Werkstätten vorzubereiten. In diesen Werkstätten soll sich auf Augenhöhe zu den Themen rund um die Verbesserung der Schichtarbeit ausgetauscht werden. Das soll den sozialpartnerschaftlichen Dialog fördern und ein praxisbegleitendes Lernen ermöglichen. Die bereits jetzt sichtbare Themenpalette ist genauso breit wie die Problemlage. Es geht um Flexibilität und Individualität. Gebraucht werden flexible Modelle, die die Gesundheit schonen, Beruf und Familie in Einklang bringen und individuelle Gestaltungen zulassen. Teilzeitmodelle sind dabei ebenso gefragt, wie individuelle Lösungen für Arbeitszeitverkürzungen und die Gewährleistung von Personalentwicklungsmaßnahmen.

Diese Veranstaltung war eine von mehreren Auftaktveranstaltungen, die in den acht Landesbezirken der IG BCE zur Zeit stattfanden und -finden.

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