• 23.05.2014
  • Medieninformation XVIII/22
Tarifrunde Feinkeramik West

Arbeitgeber-Angebot völlig unzureichend

Die zweite Tarifrunde für die 18.000 Beschäftigten in der feinkeramischen Industrie West sind am Freitag (23. Mai) in Würzburg ohne Einigung vertagt worden. Die Arbeitgeber hatten angeboten, die Einkommen im Gesamtvolumen um 2,1 Prozent bei einer Vertragslaufzeit von zwölf Monaten zu erhöhen. Die IG BCE wies das als „völlig unzureichend“ zurück. „Die Arbeitgeber müssen eine ordentliche Schippe drauflegen. Wir erwarten für die nächste Runde ein verhandlungsfähiges Angebot“, forderte IG-BCE-Verhandlungsführer Hans-Joachim Gerloff. 

IG BCE

Postkartenaktion Um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen, bauten IG-BCE-Mitglieder vor Verhandlungsbeginn eine Gasse aus Metaplanwänden vor dem Verhandlungssaal auf.  Daran angebracht waren von Mitgliedern unterschriebene Postkarten mit der Aufschrift „Gib mir 5“.
23.05.2014

Die Tarifgespräche werden am 3. Juni in Würzburg fortgesetzt. Die Arbeitgeberforderung nach einer Kürzung der Altersfreizeit stieß bei der IG BCE auf völliges Unverständnis. „Das ist mit uns nicht zu machen“, sagte Gerloff. „So kann man die demografische Herausforderung nicht meistern. Der Vorschlag weist in eine völlig falsche Richtung.“

Die IG BCE fordert für die Beschäftigten in der Feinkeramik eine Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen um 5 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Außerdem sollen Bausteine entwickelt werden, die der demografischen Entwicklung in den Betrieben Rechnung tragen.

„Die wirtschaftliche Lage in allen Bereichen der Feinkeramik ist besser als 2013“, sagte Hans-Joachim Gerloff. „Das muss sich auch im Portemonnaie der Beschäftigten widerspiegeln.“

Um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen, bauten IG-BCE-Mitglieder vor Verhandlungsbeginn eine Gasse aus Metaplanwänden vor dem Verhandlungssaal auf.  Daran angebracht waren von Mitgliedern unterschriebene Postkarten mit der Aufschrift „Gib mir 5“.

Nach oben