• 22.10.2013
  • Medieninformation XVII/54
Tarifrunde Chemie / Forderungsempfehlung beschlossen

5,5 Prozent mehr

Hannover (22. Oktober). Der Hauptvorstand der IG BCE hat die Eckpunkte für die kommende Chemie-Tarifrunde gesetzt und einstimmig die Forderungsempfehlung beschlossen. Danach sollen die Entgelte um 5,5 Prozent steigen. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrags soll zwölf Monate betragen. Außerdem will die Gewerkschaft die Übernahmesituation nach der Ausbildung verbessern.

22.10.2013

Peter Hausmann, im geschäftsführenden IG-BCE-Hauptvorstand für die Tarifpolitik verantwortlich: „Die gesamtwirtschaftlichen Rahmendaten sind in Ordnung, die Belebung wird sich 2014 fortsetzen. Die Konjunktur in der chemischen Industrie läuft auf hohem Niveau stabil und robust. Verteilungsspielraum ist also da – und dafür haben die Beschäftigten mit ihrer Leistung gesorgt. Deshalb haben wir die Tarifrunde unter das Motto ‚Unser Erfolg – unser Lohn’ gestellt. Wir wollen eine gerechte Verteilung.“

Der zweite Forderungspunkt steht unter der Überschrift „Ausbildung sichern – Übernahme verbessern“. Trotz sinkender Schulabgängerzahlen konnte die Zahl der Ausbildungsplätze in der chemischen Industrie seit 2003 um mehr als zehn Prozent gesteigert und auf hohem Niveau stabilisiert werden. „Das ist“, so Peter Hausmann, „ein Ergebnis unserer Tarifverträge, wir wollen diese Erfolgsstory fortschreiben. Zusätzlich nehmen wir uns jetzt die Übernahme vor. Nur etwa ein Drittel aller Auslernenden erhält einen unbefristeten Arbeitsvertrag. Das geht so nicht weiter, befristete Übernahme ist von gestern. Damit muss endlich Schluss sein. Wir wollen attraktive Arbeitsbedingungen für junge Leute. Dazu gehören sichere Perspektiven.“

Die Forderungsempfehlung des IG-BCE-Hauptvorstands ist Grundlage für die jetzt beginnenden Diskussionen in den rund 1900 Chemie-Betrieben. Die Ergebnisse werden in den elf Tarifbezirken zusammengeführt. Die Verhandlungen beginnen im Dezember, der Auftakt der regionalen Runden erfolgt am 2. Dezember im Tarifbezirk Rheinland-Pfalz. Voraussichtlich im Januar werden die Verhandlungen auf Bundesebene fortgesetzt.

Die Chemie-Tarifverträge gelten für rund 550.000 Beschäftigte, die Laufzeiten enden regional unterschiedlich: In den Tarifbezirken Nordrhein, Rheinland-Pfalz und Hessen zum 31.12.2013; in Westfalen, Bayern, Baden-Württemberg, Niedersachsen/Bremen, Schleswig-Holstein/Hamburg und Berlin zum 31. Januar 2014; im Saarland und Nordost zum 28. Februar 2014.

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