Tarifrunde Hohl- und Kristallglas 2013

Tarifabschluss: 4,4 Prozent mehr

Die rund 4.000 Beschäftigten in der Bayerischen Hohl- und Kristallglasindustrie bekommen mehr Geld: Ab 1. Mai werden die Löhne und Gehälter um 4,4 Prozent erhöht. Auszubildende bekommen je nach Lehrjahr 650, 700, 800 oder 900 Euro. Darauf haben sich die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) und der Arbeitgeberverband Glas und Solar (BAVG) in der zweiten Verhandlungsrunde am 12. April in Nürnberg geeinigt. Der neue Tarifvertrag kann erstmals zum 31. März 2015 gekündigt werden. Außerdem wird zeitnah eine Arbeitsgruppe Demografie eingerichtet.

Rainer Sturm / pixelio.de

Trinkgläser

Verhandlungsführerin Astrid Meier zeigte sich zufrieden: „Es waren schwierige Verhandlungen, doch die Unterstützung aus den Betrieben hat diesen Abschluss möglich gemacht. Die Arbeitgeber honorierten damit die Einsatzbereitschaft der Beschäftigten. Der Tarifabschluss stellt einen hart errungenen Kompromiss dar. Er gibt den Arbeitgebern die geforderte Planungssicherheit und gewährleistet den Arbeitnehmerinnen undArbeitnehmern eine kräftige Erhöhung, die sich sehen lassen kann. In der gemeinsamen Arbeitsgruppe Demografie geht es nun darum, Antworten auf die längere Lebensarbeitszeit durch die Rente mit 67 und die damit verbundene erhöhte Belastung für die Beschäftigten zu finden. Die Unternehmen werden zunehmend vor der Situation stehen, ältere Beschäftigte im Betrieb und in der Schicht zu haben. Deswegen werden wir uns mit der demografischen Entwicklung in den Unternehmen auseinandersetzen.“Die bayerischen Glasbetriebe haben ihren Schwerpunkt im Oberen Frankenwald, in der Oberpfalz und im Bayerischen Wald.

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