Chemie-Tarifrunde 2016: Jetzt mehr Geld

Erhöhung von 3 Prozent wird jetzt in Bayern wirksam

Nachdem der bisher geltende Entgelttarifvertrag für die bayerische chemische Industrie am 31. August 2016 ausläuft, wird nun die Entgelterhöhung aus der Tarifrunde 2016 wirksam: Zum 1. September 2016 steigen die Entgelte und Ausbildungsvergütungen um 3 Prozent. Nach 13 Monaten gibt es dann eine weitere Erhöhung um 2,3 Prozent. Die Gesamtlaufzeit des Tarifvertrags beträgt 24 Monate.

Thomas Klauer / pixelio.de

Geld

Für Betriebe in wirtschaftlichen Schwierigkeiten gelten Sonderregelungen. Hier ist eine Verschiebung der Entgelterhöhungen jeweils um maximal zwei Monate möglich.

IG BCE und Chemie-Arbeitgeber haben im bundesweit geltenden Tarifabschluss vom 23. Juni auch das Vertragswerk „Zukunft durch Ausbildung und Berufseinstieg“ weiterentwickelt und ausgebaut. Die Tarifparteien wollen das erreichte hohe Ausbildungsniveau auch künftig beibehalten. Vor dem Hintergrund rückläufiger Schulabgängerzahlen und dem Trend zur akademischen Bildung sind zusätzliche Anstrengungen in der betrieblichen Ausbildung erforderlich. Gewerkschaftliches Ziel bleibt, dass für übernommene Ausgebildete die unbefristete Einstellung zum Normalfall wird.

Zur Analyse der Ausbildungs- und Übernahmesituation sind auf regionaler und Bundesebene paritätisch besetzte Runde Tische eingerichtet. IG BCE und Chemie-Arbeitgeber haben diese Gremien mit mehr Kompetenzen ausgestattet.

Unter dem Titel „Pre-Start“ legen Gewerkschaft und Chemie-Arbeitgeber ein neues Projekt zur Integration junger Menschen in die Arbeitswelt auf. Zielgruppe sind Jugendliche mit erheblichen sprachlichen oder schulischen Defiziten. Sie sollen in mehrmonatigen Kursen für eine Teilnahme an den bereits laufenden „Start“-Programmen vorbereitet werden. Hier werden junge Menschen gefördert, denen Voraussetzungen für eine Berufsausbildung fehlen. Konkret geht es um eine einjährige berufspraktische Vorbereitung.

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