Chemie-Tarifrunde 2015

Der Süden startet bundesweite Demos

1,6 Prozent nach zwei bis drei Leermonaten bei einer Laufzeit von 15 Monaten: Mehr als 2000 Beschäftigte der Firmen  Wacker, Siltronic und Vinnolit machten am Dienstag (17. März) ihren Unmut über das Angebot der Chemie-Arbeitgeber deutlich zu machen. 

IG BCE

Tarifdemo Burghausen Nachdem die Chemie-Tarifverhandlungen letzten Donnerstag ohne konkretes Ergebnis geblieben sind, erhöht die IG BCE den Druck ... 

Manfred Köppl, Wacker-Betriebsrat und Mitglied der Bundestarifkommission, freute sich über den großen Zuspruch und stellte in seiner Begrüßung fest: „In meiner ganzen Zeit als Tarifkommissionsmitglied habe ich so eine Blockadehaltung der Arbeitgeber von Anfang an nicht erlebt. Wir müssen deutlich zeigen, dass man so nicht mit uns umspringen kann. Wenn wir beim Thema Demografie nichts hinbekommen, sind viele unserer guten Regelungen zur Bewältigung des demografischen Wandels im Betrieb gefährdet.“

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    Nachdem die Chemie-Tarifverhandlungen letzten Donnerstag ohne konkretes Ergebnis geblieben sind, erhöht die IG BCE den Druck ... 

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IG-BCE-Verhandlungsführer Peter Hausmann informierte über die aktuellen Entwicklungen: „Das Angebot der Arbeitgeber von 1,6 Prozent ist eine Provokation. Hier kommt die Geringschätzung gegenüber den Beschäftigten zum Ausdruck. Die Branche verdient gutes Geld und davon wollen wir einen fairen Anteil abhaben. Nächste Woche in Stuttgart ist die letzte Chance, die wollen wir nutzen. Danach folgen dann Schlichtung und Arbeitskampf.“

Auch Bezirksleiter Harald Sikorski betonte: „Wenn die Arbeitgeber uns in den Arbeitskampf treiben wollen, dann sollen sie ihn haben. Ihr setzt heute im größten Chemiebetrieb in Bayern ein starkes Signal: Wir lassen uns nicht Bange machen.“

Die Verhandlungen werden am 26. und 27. März in Stuttgart fortgesetzt. Sollte es dort zu keinem Ergebnis kommen, will die IG BCE das Schlichtungsverfahren einleiten. Sollte auch dieses zu keinem Ergebnis kommen, ist ein Arbeitskampf nicht mehr ausgeschlossen. In Bayern endet die Friedenspflicht am 31. März. 

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