Tarifabschluss Feinkeramik (West)

2,6% mehr, für Azubis 50 Euro - mehr für Altersvorsorge

Die Löhne und Gehälter in der feinkeramischen Industrie (West) steigen um 2,6 Prozent. Die Ausbildungsvergütungen werden um 50 Euro pro Ausbildungsjahr angehoben. Darauf haben sich IG BCE und der Bundesverband der feinkeramischen Industrie am späten Dienstagnachmittag (16. April) in der zweiten Verhandlungsrunde in Würzburg geeinigt. Außerdem werden in die – mit dem letzten Tarifabschluss geschaffene - zusätzliche Altersvorsorge weitere 75 Euro eingebracht. Damit erhalten die Beschäftigten ab 2014 jährlich 150 Euro.

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IG-BCE-Verhandlungsführer Hans-Joachim Gerloff: „Trotz einer wirtschaftlich schwierigen Lage ist es gelungen, einen für die Branche und die Beschäftigten guten Abschluss zu erzielen. Die IG BCE hatte zum Ziel, dass sich in diesem Abschluss die Interessen der Älteren und Jüngeren wieder finden können. So haben wir beispielsweise einerseits etwas für Altersversorgung getan,aber andererseits auch die Auszubildendenvergütungen überproportional angepasst."Seppel Kraus, Landesbezirksleiter der IG BCE in Bayern, ergänzt: „ Ich möchte mich bei allen Mitgliedern in den Betrieben, die sich für den Tarifabschluss eingesetzt haben, bedanken. Und ich bin froh, dass wir trotz dieses schwierigen wirtschaftlichen Umfelds in sachlichen Gesprächen zu diesem guten Kompromiss gekommen sind.“Die Tariferhöhung tritt regional unterschiedlich zum 1. Mai oder zum 1.Juni in Kraft - in Bayern am 1. Mai. Die Gesamtlaufzeit des neuen Tarifvertrags beträgt 15 Monate.In der feinkeramischen Industrie (West) sind rund 16.000 Arbeitnehmer beschäftigt. Die Branche gliedert sich in die Bereiche Wand- und Bodenfliesenindustrie sanitärkeramische Industrie, Geschirr und technische Keramik.Regionale Schwerpunkte liegen in Bayern, dem Saarland und im Westerwald. 

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