Medieninformation vom 20. Januar 2015

Chemie-Tarifforderung für Bayern beschlossen: 4,5 Prozent mehr und zusätzliche Mittel zur Bewältigung des demografischen Wandels

Die IG BCE hat gestern ihre Forderungen für den Tarifbezirk Bayern zur anstehenden Tarifrunde Chemie beschlossen: 4,5 Prozent mehr Geld, 60 Euro mehr für Azubis und mehr Entlastung für ältere Beschäftigte. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrags soll 12 Monate betragen.

IG BCE

Tarifrunde Chemie 2015

„Die Forderungen spiegeln die vielen Diskussionen und Rückmeldungen aus den Betrieben wider“, betonte Landesbezirksleiter und Verhandlungsführer Seppel Kraus. „Auch eine Erhöhung des einheitlichen Urlaubsgelds für Gewerkschaftsmitglieder wurde breit im Land diskutiert; nachdem es hier viele Jahre keine Anpassung gab, ist es nur angemessen, unseren Mitgliedern mehr zukommen zu lassen.“

Die IG BCE will außerdem durchsetzen, dass sich die Arbeitszeit künftig stärker an den Lebensphasen der Beschäftigten orientiert und dass in den letzten Berufsjahren ein gleitender Übergang in die Rente möglich wird. Die Gewerkschaft denkt dabei auch an eine Vier- oder Drei-Tage-Woche. Bestimmte tarifliche Fonds, die sich zur Finanzierung altersgerechter Arbeitszeiten nutzen lassen, will sie aufstocken.

Die Forderung ist Gegenstand der ersten Tarifverhandlung am 4. Februar für die mehr als 60.000 Chemie-Beschäftigten im Freistaat. Seppel Kraus: „Alle Konjunkturindikatoren zeigen nach oben, alle Experten erwarten für 2015 ein höheres Wachstum. Und die chemische Industrie ist eine innovative, dynamische, auf Wachstum ausgerichtete Industrie, die entgegen aller Schwarzmalerei der Arbeitgeber unsere abschlussnahe Forderung erfüllen kann.“

Für den Fall, dass die regionalen Verhandlungen zu keinem Ergebnis kommen, berät die Bundestarifkommission der IG BCE diesen Donnerstag über eine zentrale gewerkschaftliche Forderung.

 

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