Medieninformation vom 18. März 2015

Tarifverhandlung Hohl- und Kristallglas Bayern vertagt: Arbeitgeber-Angebot für IG BCE völlig unakzeptabel

Die erste Tarifverhandlung für die bayerische Hohl- und Kristallglasindustrie ist am Dienstag (17. März) in Nürnberg ohne Ergebnis geblieben. Zwar legten die Arbeitgeber bereits in der ersten Runde ein Angebot vor – eine Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen um 1,7 Prozent -, dies hat die Tarifkommission der Gewerkschaft aber als „völlig unakzeptabel“ zurückgewiesen.

Rainer Sturm / pixelio.de

Trinkgläser

Verhandlungsführerin Astrid Meier: „Dies ist keine Grundlage für die weiteren Verhandlungen und entspricht nicht der wirtschaftlichen Situation in den Betrieben. Zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen wurde nichts auf den Tisch gelegt: Schichtarbeit muss attraktiver gestaltet werden. Auch die unbefristete Übernahme ist für uns ein Aspekt im Wettbewerb um Fachkräfte.“

Die IG BCE fordert eine  Erhöhung der Löhne und Gehälter um 4,5 Prozent bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Die Ausbildungsvergütungen sollen um 60 Euro steigen und Auszubildende übernommen werden. Daneben sollen Instrumente zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen, insbesondere vor dem Hintergrund der Altersstruktur in den Betrieben der bayerischen Hohl- und Kristallglasindustrie, gefunden werden.

Die Verhandlungen werden am 27. März in Nürnberg fortgesetzt.

Die bayerischen Glasbetriebe mit rund 4.000 Beschäftigten haben ihren Schwerpunkt im Oberen Frankenwald, in der Oberpfalz und im Bayerischen Wald.

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