Medieninformation vom 16. März 2015

Chemie-Tarifrunde: IG BCE macht weiter Druck / Seppel Kraus: Arbeitskampf auch in Bayern nicht mehr ausgeschlossen

Nachdem die Chemie-Tarifverhandlungen letzten Donnerstag ohne konkretes Ergebnis geblieben sind, erhöht die IG BCE den Druck und ruft ihre Mitglieder zu weiteren betrieblichen Aktionen auf. Die Arbeitgeber legten ein provokantes Lohnangebot von 1,6 Prozent bei einer Laufzeit von 15 Monaten bei 2-3 Leermonaten sowie einer einmaligen Zahlung von 200 € für einen Demografiefonds vor. Dies aber nur, wenn einer der beiden Fonds sterben wird.

In Bayern wird die größte Demonstration am Dienstag, 17. März, um 12:00  Uhr im IG-BCE-Bezirk Altötting in Burghausen stattfinden. Eine weitere Demonstration findet ab 17:45 Uhr im IG-BCE-Bezirk Augsburg in Bobingen statt.

Cintula

IG-BCE-Flaggen

Nachdem die Chemie-Tarifverhandlungen letzten Donnerstag ohne konkretes Ergebnis geblieben sind, erhöht die IG BCE den Druck und ruft ihre Mitglieder zu weiteren betrieblichen Aktionen auf. Die Arbeitgeber legten ein provokantes Lohnangebot von 1,6 Prozent bei einer Laufzeit von 15 Monaten bei 2-3 Leermonaten sowie einer einmaligen Zahlung von 200 € für einen Demografiefonds vor. Dies aber nur, wenn einer der beiden Fonds sterben wird.

In Bayern wird die größte Demonstration am Dienstag, 17. März, um 12:00  Uhr im IG-BCE-Bezirk Altötting in Burghausen stattfinden. Eine weitere Demonstration findet ab 17:45 Uhr im IG-BCE-Bezirk Augsburg in Bobingen statt.

Harald Sikorski, Leiter des IG-BCE-Bezirks Altötting: „Wir rechnen am größten Chemie-Standort in Bayern, auch aufgrund des sehr provokanten Angebots, mit einem großen Zuspruch. Die Stimmung ist kämpferisch. Schon die Tarifaktion am 11. März im Industriepark Werk Gendorf hat gezeigt, dass die Beschäftigen zu mehr bereit sind.“

Landesbezirksleiter Seppel Kraus: „In der Vergangenheit ist es im Regelfall in der dritten Verhandlungsrunde zum Abschluss gekommen. Diese ist vorbei. Die Fronten sind sehr verhärtet. Was schon vor den Verhandlungen mit  provozierenden Aussagen der Arbeitgeber begonnen hat, ist mit diesem Angebot fortgesetzt worden. Die Verhandlungen stehen auf ‚des Messers Schneide‘. Im Moment habe ich den Eindruck, die Arbeitgeber wollen uns in einen Arbeitskampf treiben; nur so ist ihr Verhalten zu erklären!“

Die Verhandlungen werden am 26. und 27. März in Stuttgart fortgesetzt. Sollte es dort zu keinem Ergebnis kommen, will die IG BCE das Schlichtungsverfahren einleiten. Sollte auch dieses zu keinem Ergebnis kommen, ist ein Arbeitskampf nicht mehr ausgeschlossen. In Bayern endet die Friedenspflicht am 31. März.

Die IG BCE fordert eine Erhöhung der Entgelte um 4,8 Prozent. Die Ausbildungsvergütungen sollen um 60 Euro steigen. Außerdem soll der Tarifvertrag Demografie und Lebensarbeitszeit weiter entwickelt und der Demografiefonds ausgebaut werden.

Hinweis für die Redaktionen: Die Demonstration in Burghausen findet auf dem Werksgelände statt. Interessierte Medienvertreter wenden sich deshalb bitte vorher an Bezirksleiter Harald Sikorski, bezirk.altoetting@igbce.de. Die Demonstration mit anschließender Kundgebung in Bobingen ist frei zugänglich und verläuft vom Industriepark Bobingen zum Rathaus.

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