Medieninformation vom 10. März 2015

Chemie-Tarifrunde: IG BCE erhöht den Druck / Morgen, 11. März, betriebliche Demonstrationen in Bayern

Die Chemie-Tarifrunde 2015 befindet sich in einer außerordentlich schwierigen Phase. In zwei Verhandlungsrunden haben sich die Arbeitgeber keinen Millimeter bewegt. Auch die letzte Runde am 24. Februar brachte keine Fortschritte, vielmehr sind die Fronten verhärtetet. Um den Stillstand am Verhandlungstisch zu überwinden, mobilisiert die IG BCE ihre Mitglieder. In vielen Veranstaltungen und Aktionen in den Betrieben zeigt die Gewerkschaft Flagge. In Bayern sind morgen, 11. März, um die Mittagszeit Beschäftigte zu einem gemeinsamen Aktionstag aufgerufen, um den Forderungen demonstrativ Nachdruck zu verleihen.

Cintula

IG-BCE-Flaggen

Größere sogenannte Tarifpolitische Mittagspausen finden an mindestens 7 Standorten statt: im Industriepark Gendorf im bayerischen Chemiedreieck, im Industriepark Gersthofen in Schwaben, vor SMP in Neustadt (Donau), bei Michelin in Hallstadt bei Bamberg, bei Clariant in Moosburg, bei Eckart in Velden (Pegnitz) in Mittelfranken, bei Nabaltec in Schwandorf in der Oberpfalz. Landesbezirksleiter Seppel Kraus spricht im Industriepark Werk Gendorf in Burgkirchen an der Alz.

Seppel Kraus: „Die Arbeitgeber eskalieren die Lage. Mit Bemerkungen wie ‚ein fairer Partner akzeptiert, dass auch mal mit kleiner Münze bezahlt wird‘ oder dass wir ‚Zerrbilder allgemeiner Gerechtigkeitstheorien‘ hätten, fordern sie uns heraus! Dicke Dividenden für Aktionäre, üppige Bonuszahlungen für Manager und nur kleine Münzen für die Beschäftigten? Wir sagen: Ein fairer Partner bezahlt auch fair! Bleiben die Arbeitgeber stur, ist ein Arbeitskampf nicht mehr auszuschließen. Die Friedenspflicht endet am 31. März. Bis dahin haben sie noch Zeit zur Besinnung zu kommen. Wir stehen bereit!“

Das Forderungspaket der IG BCE für die Chemie-Runde 2015:
1. Die Entgelte sollen um 4,8 Prozent und die Ausbildungsvergütungen in jedem Ausbildungsjahr um 60 € erhöht werden.
2. Laufzeit 12 Monate
3. Der Tarifvertrag Demografie und Lebensarbeitszeit soll weiter entwickelt und der Demografiefonds ausgebaut werden. Schwerpunkte sind gute und gesunde Arbeit sowie lebensphasenorientierte Arbeitszeit.

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