Medieninformation vom 5. Mai 2015

Tarifrunde Kunststoff beginnt: 4,8 Prozent mehr und zusätzliche Mittel zur Bewältigung des demografischen Wandels

Die IG BCE hat am 4. Mai 2015 ihre Forderung für die Beschäftigten der Kunststoff verarbeitenden Industrie in Bayern beschlossen: Die Löhne und Gehälter sollen um 4,8 Prozent steigen, die Ausbildungsvergütungen einheitlich um 75 Euro. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrags soll 12 Monate betragen. Außerdem soll das Urlaubsgeld deutlich erhöht sowie mehr Mittel zur Bewältigung des demografischen Wandels bereitgestellt werden. 

lichtkunst.73 / pixelio.de

Kunststoffröhren

Verhandlungsführer und IG-BCE-Landesbezirksleiter Seppel Kraus: „Auch in der Kunststoff-Industrie ist der Aufschwung angekommen. Von daher sehen wir unsere Forderung von 4,8 Prozent als angemessen. Allerdings erwarten wir trotz Aufschwung eine schwierige Tarifrunde.“

Die IG BCE will außerdem den Tarifvertrag Lebensarbeitszeit und Demografie für die Kunststoffindustrie fortschreiben. Bestimmte tarifliche Fonds, die sich zur Finanzierung altersgerechter Arbeitszeiten nutzen lassen, will sie aufstocken. Vereinbart werden soll außerdem der Einstieg in Verhandlungen über einen Entgeltrahmentarifvertrag, um die bisherige Trennung nach Löhnen und Gehälter aufzuheben.

Die erste Tarifverhandlung mit dem Verband der Kunststoff verarbeitenden Industrie in Bayern (KVI) findet am 11. Mai 2015 statt. 

Unter den Tarifvertrag fallen rund 20.000 Beschäftigte, vor allem aus Automobilzulieferer-, Bauzulieferer-Firmen und Medizintechnik.

 

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