IG BCE aktuell 1-2018

Roadmap für den Neustart in der Energiewende

Die IG BCE hat in Hannover eine Roadmap für den Neustart der Energiewende vorgestellt. Dieser Neustart sei nötig bei der Priorisierung der Maßnahmen, bei der Finanzierung und bei den Zielen der Energiewende, so  Michael Vassiliadis, Vorsitzender der IG BCE, bei der Jahrespressekonferenz der Gewerkschaft in Hannover.

Bernd Wittelsbach/istockphoto

Energie

Die IG BCE begrüße, dass CDU, CSU und SPD beim Thema Energiewende alle beteiligten Anspruchsgruppen an einen Tisch holen wollen. „Wir werden uns in die geplante Kommission aktiv einbringen“, sagte Vassiliadis und stellte dazu eine Roadmap vor. Im Einzelnen sieht diese vor:

  • Klare Priorität auf Ausbau und Modernisierung der Stromnetze und -speicher: Erst wenn wir die Infrastruktur für die vollständige Nutzung der erneuerbaren Energien geschaffen haben, können wir nachhaltig von ihnen profitieren und sie weiter ausbauen.
  • Ende des Förderregimes mit der Gießkanne: Erste Projekte nach dem Ausschreibungsmodell haben bewiesen, dass sich Investitionen in Erneuerbare auch dann lohnen, wenn der Staat nichts oder fast nichts hinzugibt.
  • Weg von der EEG-Umlage, hin zu einer steuerfinanzierten Lösung mit sozialer Komponente.
  • Gezielte Förderung neuer Spitzentechnologien in der Energieerzeugung: Die  Stromversorgung kann auch in ferner Zukunft nicht allein über Windräder und Solarpanels sicherstellen, da ihr Beitrag zu volatil ist.
  • Von der Strom- zur Energiewende kommen: Dazu müssen Wärmeerzeugung und Verkehr in die Betrachtung bezogen und Energieeinsparung stärker belohnt werden.
  • Energieversorgung europäisch denken: Die IG BCE unterstützt die EU-Kommission bei ihrem Vorhaben einer Energieunion.

„Der nachhaltige Umbau unserer Energieversorgung ist ein Marathonlauf und kein Sprint“, betonte der IG-BCE-Vorsitzende, „deshalb sind wir erfreut, dass die drei GroKo-Sondierer – nach allem, was in den Medien zu lesen war - bereit sind, beim Etappenziel der CO2-Einsparungen bis 2020 nachzujustieren und dass die drei Parteien alle weiteren Schritte ohne soziale und ökonomische Strukturbrüche gehen wollen.“

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