Medieninformation vom 16. April 2015

Tarifabschluss Hohl- und Kristallglas Bayern erzielt: 4 Prozent mehr Geld / Unbefristete Übernahme soll der Regelfall werden

Die Beschäftigten der bayerischen Hohl- und Kristallglasindustrie bekommen mehr Geld: Die Löhne und Gehälter steigen noch diesen Monat um 4 Prozent. Die Ausbildungsvergütungen werden um 60 Euro erhöht. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrags beträgt 24 Monate. Darauf haben sich die Tarifparteien heute Nachmittag in der dritten Verhandlungsrunde in Nürnberg geeinigt. Außerdem wird nach der Ausbildung die unbefristete Übernahme empfohlen. Und es sollen Altersstrukturanalysen durchgeführt werden, die dann Grundlage für weitere Gespräche zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen sind.

Rainer Sturm / pixelio.de

Trinkgläser

Verhandlungsführerin Astrid Meier zeigte sich zufrieden: „Dies ist ein hart errungener Kompromiss, der aber von beiden Seiten getragen werden kann. Die vielen Signale der Beschäftigten in den Betrieben, dass sie hinter ihrer Gewerkschaft stehen, haben am Ende Wirkung gezeigt. Ohne die breite Unterstützung hätten wir diesen Kompromiss nicht erreicht. Bei dem von uns geforderten Thema Verbesserung der Arbeitsbedingungen wollten wir zwar mehr. Aber mit der vereinbarten Erstellung von betrieblichen Altersstrukturanalysen werden wir zumindest eine von beiden Seiten anerkannte Basis für weitere Gespräche haben.“

Die bayerischen Glasbetriebe mit rund 4.000 Beschäftigten haben ihren Schwerpunkt im Oberen Frankenwald, in der Oberpfalz und im Bayerischen Wald.

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