Medieninformation vom 11. Juni 2015

Tarifrunde Kunststoff: Auch zweite Verhandlung ohne Ergebnis

Auch die zweite Tarifverhandlung für die bayerische Kunststoff verarbeitende Industrie am 10. Juni in Kirchheim bei München endete ergebnislos: Die Tarifkommission der IG BCE lehnte das Angebot der Arbeitgeber als unzureichend ab. Die Verhandlungen wurden auf den 15. Juli vertagt.

lichtkunst.73 / pixelio.de

Kunststoffröhren

Verhandlungsführer und IG-BCE-Landesbezirksleiter Seppel Kraus: „Die angebotene Lohnerhöhung von 2,3 Prozent nach 3 Leermonaten und einer Gesamtlaufzeit von 18 Monaten ist zu weit von unserer Forderung entfernt. Auch die angebotene Summe von 550 Euro je Tarifbeschäftigten für die Weiterführung der Demografiefonds bietet zu wenig Spielraum für die Bewältigung der zunehmenden Probleme des demografischen Wandels in den Betrieben.“

Da am Mittwochnachmittag keine Verbesserung des Angebots zu erwarten war, wurden die Verhandlungen auf den 15. Juli vertagt. Die IG BCE wird in den nächsten Wochen mit weiteren betrieblichen Aktionen Druck machen.

Die IG BCE fordert eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 4,8 Prozent sowie der Ausbildungsvergütungen um 75 Euro, bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Außerdem soll das Urlaubsgeld deutlich erhöht werden. Die Gewerkschaft will außerdem den Tarifvertrag Lebensarbeitszeit und Demografie für die Kunststoffindustrie fortschreiben. Bestimmte tarifliche Fonds, die sich zur Finanzierung altersgerechter Arbeitszeiten nutzen lassen, will sie aufstocken.

Der ebenfalls geforderte Einstieg in Verhandlungen über einen Entgeltrahmentarifvertrag - der die Trennung nach Löhnen und Gehältern aufheben soll - wurde bereits in der ersten Verhandlung von der Arbeitgeberseite signalisiert.

Unter den Tarifvertrag für die bayerische Kunststoff verarbeitende Industrie fallen rund 20.000 Beschäftigte, vor allem aus Automobilzuliefer-, Bauzuliefer-Firmen und Medizintechnik.

 

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