Für attraktive Arbeitsbedingungen

Aktion der Werkfeuerwehr Gendorf in Burgkirchen

Brand- oder explosionsgefährdete Betriebe brauchen eine voll einsatzbereite Werkfeuerwehr-Mannschaft, damit am Standort produziert werden darf. Dass dies aufgrund des steigenden Renteneintrittsalters und der belastenden Anforderungen im Beruf immer schwieriger werden wird, liegt auf der Hand. Auch konkurrieren die Werkfeuerwehren im Wettbewerb um Fachkräfte mit öffentlichen Feuerwehren, deren Beschäftigte früher aus dem Beruf aussteigen können. Deshalb will die IG BCE die Arbeitsbedingungen auch in diesem Bereich verbessern.

IG BCE Bezirk Altötting

Aktion Werkfeuerwehr Gendorf Vor-Tor-Aktion der Werkfeuerwehr Infraserv Gendorf am 9. Dezember 2014

Es geht um einen einheitlichen tariflichen Vergütungsrahmen, um die Anerkennung der 24-Stunden-Dienste als Schicht - und damit den Anspruch auf Zulagen - und um Perspektiven für älteren Feuerwehrleute.

„Gespräche mit dem Chemie-Arbeitgeberverband, um Veränderungsmöglichkeiten im Rahmen des Tarifvertrags Chemie auszuloten, haben bisher nicht viel gebracht“, sagt Michael Schnabl, Betriebsratsvorsitzender bei Infraserv Gendorf in Burgkirchen und Mitglied der Bundestarifkommission Chemie. „Deshalb wollen wir Tarifverhandlungen, um Lösungen für alle zu finden.“
Für ihre Forderungen haben am 9. Dezember Werkfeuerwehrleute am Standort protestiert und über Unterschiede zu anderen Schichtbeschäftigten aufgeklärt. Und bei einem Kriechparcour konnte selbst erlebt werden wie es sich anfühlt, mit voller Ausrüstung den anspruchsvollen Job auszuüben.

Peter Hausmann, Mitglied des geschäftsführenden Hauptvorstands der IG BCE, der auf der anschließenden Betriebsversammlung sprach: „Ein solches Engagement, wie auch diese Aktion hier am Standort eindrucksvoll zum Ausdruck bringt, brauchen wir unbedingt, um die Arbeitgeber zu bewegen.“

Auch in weiteren Chemieparks in Deutschland fanden Protestaktionen statt.

Nach oben