URL dieser Seite: https://bayern.igbce.de/-/jfg

19.05.2013

Von: Marco Jelic

3. Konferenztag

"Ausbildung mit Herzblut"

Die wenigen Stunden Schlaf irgendwie abschütteln und dann hinein in den dritten Tag: Denn heute geht es um ein Kernthema der Jugend, die Ausbildung. Unter anderem wurde darüber diskutiert, wie Azubis im Betrieb bewertet werden.

Michael Löwa

Wie geht es mit der Ausbildung weiter? Die Debatte zieht alle in ihren Bann.

Erst einmal wurde aber getanzt. Hobby-Animateur Nico Becks begann den dritten Konferenztag mit seiner bewährten Hip-Hop-Choreografie. Auflockern, wach werden, fit machen für die kommenden Beratungen. Im Mittelpunkt stand diesmal die ganz alltägliche Lebenswelt der Jugend – es ging um das Kernthema: Ausbildung. Wie kann man den Arbeitsalltag der Azubis erleichtern, die Ausbildung noch besser gestalten? Die beschlossenen Anträge sehen unter anderem die Forderung nach einer Freistellung am Tag vor Prüfungen vor, sowie bessere Regelungen zum Arbeiten nach der Berufsschule, aber auch mehr Hilfestellung für schwangere Kolleginnen. Konkret und nah an der betrieblichen Realität sollten die Maßnahmen sein.

Eine hitzige Debatte entwickelte sich um die betrieblichen Bewertungssysteme für Azubis. Auf der einen Seite erkannten die Delegierten die Gefahr einer subjektiven Beurteilung, die durch die Bewertungsbögen der Ausbilder entstehen könnte – auf der anderen Seite sahen viele Redner in der Beurteilung eine Verbesserung der individuellen Förderung.

„Lasst uns praxisnahe Lösungen finden – darin ist die IG BCE gut!“ appellierte Sascha Held, Mitglied des Bundesjugendausschusses, an die Delegierten. In den meisten Betrieben seien Bewertungssysteme schon eine feste Realität, ergänzte er. Schließlich stimmten die Delegierten dafür, diese Bewertungssysteme zu Gunsten der Azubis aufzuwerten. Die Debatte veranschaulichte, wie tiefgehend sich die Jugend mit ihrer Lebenswirklichkeit auseinandersetzt.

Michael Löwa

Ganz vorne - und doch mittendrin: Das Präsidium der Konferenz Ganz vorne - und doch mittendrin: Das Präsidium der Konferenz

Um Inhalte streiten, mit Sachlichkeit und Respekt, deswegen ist Sebastian Grzegorek aus dem Landesverband Westfalen auf der Konferenz. „Eine Ausbildung mit Herzblut schafft Identifikation mit dem Betrieb – genau das brauchen wir!“, bekräftigte der junge Gewerkschafter und unterstrich sein Ziel, Ausbildung und Übernahme zu fördern. Die IG-BCE-Jugend ist auch am dritten Konferenztag nicht debattenmüde – sie stehen für ihre Anliegen ein.

© IG BCE