Zweiter Tag der Antragsberatungen

„Wir stehen für Übernahme!“

Das zentrale Anliegen des zweiten Konferenztages war eindeutig: Die Forderung nach unbefristeter Übernahme. Darin stärkte IG-BCE-Tarifexperte Peter Hausmann in seiner Rede den jungen Delegierten uneingeschränkt den Rücken. Aber auch über andere Themen von gesellschaftlichem Interesse wie Leiharbeit, die Energiewende, den Demografischen Wandel, wurde lebhaft und engagiert debattiert.

Helge Krückeberg

IG-BCE-Tarifexperte Peter Hausmann spricht auf der 5. IG-BCE-Bundesjugendkonferenz. IG-BCE-Tarifexperte Peter Hausmann schließt den Sitzungsteil zum Thema Tarifpolitik.
18.05.2013
  • Von: Marco Jelic

Erik Volkmann strotzt am Ende des langen Tages immer noch vor Energie. „Gute Beiträge, spannende Debatten – so wie ich es von unserer Gewerkschaftsjugend erwarte“, bilanziert der 25-jährige Chemielaborant aus Baden-Würrtemberg. In der Tat, auch der zweite Teil der Antragsberatung hatte es in sich. Im Mittelpunkt standen zunächst die tarifpolitischen Forderungen der IG-BCE-Jugend, wobei der Einsatz für unbefristete Übernahmen das zentrale Anliegen war. Einstimmig verlangten die Delegierten von den Unternehmen mehr Sicherheit in der Lebensplanung.

Dass die IG-BCE-Führung in diesem Punkt mit der Jugend tatkräftig an einem Strang zieht, unterstrich Peter Hausman, das zuständige Bundesvorstandsmitglied für Tarifpolitik, in seiner Gastrede: „Jeder Jugendliche braucht Perspektive – wir stehen für Übernahme!“ Er bedankte sich für die gute Zusammenarbeit und das Engagement der Jugendlichen, nur so könnten die Forderungen bis hoch in die Tarifkommissionen getragen werden. Der aktuellen Bundesregierung bescheinigte Hausmann im Wahljahr mehr Schein als Sein, konkrete Handlungen in Bezug auf den demografischen Wandel und den Fachkräftemangel vermisse er.

Ansonsten reichten die Themen der Gewerkschaftsjugend im weiteren Verlauf der Konferenz von strengeren Regelungen zur Leiharbeit bis hin zur Energiewende. Spontan stimmten alle Delegierten im Saal das Steigerlied an, um zu untermauern: Braunkohle ist eine notwendige Brückentechnologie. Die Gewerkschaftsjugend bewies eine lebendige Debattenkultur.

Dass dabei nicht immer alle Anträge von den Delegierten angenommen wurden, sieht die 26-jährige Delegierte Ayse Ilgi aus dem Landesbezirk Nordrhein letzlich auch als lehrreiche Erfahrung: „Wichtig ist, dass wir über unsere Positionen sprechen!“ Und das tut die Jugend mit großem Eifer.

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