Eröffnung der 5. Bundesjugendkonferenz

"Sexier than an iPhone"

Dass die Stimmung im Konferenzsaal ausgelassen ist, zeigte die Eröffnung der Bundesjugendkonferenz durch Michael Porschen, den Bundesjugendsekretär: die vorgestellten Landesbezirke wetteiferten um die lauteste Jubelperformance. Und die Jugend kann sich zurecht feiern lassen, betonte Edeltraud Glänzer, Mitglied im geschäftsführenden Hauptvorstand der IG BCE: „Ihr habt einen guten Job gemacht!“

Helge Krückeberg

Die Stimmung ist ausgelassen: Die vorgestellten Landesbezirke wetteiferten um die lauteste Jubelperformance bei der Eröffnung. Die Stimmung ist ausgelassen: Die vorgestellten Landesbezirke wetteiferten um die lauteste Jubelperformance bei der Eröffnung.
17.05.2013

Rund Zweidrittel der Unter-25-Jährigen in den Betrieben sind mittlerweile IG-BCE-Mitglied. Das sei für die Zukunftsfähigkeit von großer Bedeutung, so Glänzer. Auch der Ministerpräsident des Landes Niedersachsen ließ es sich nicht nehmen ein Grußwort zu überbringen.

  • Endlich geht es los: Vier Tage lang werden rund 300 junge Leute aus ganz Deutschland politische Ideen diskutieren.
    Foto: 

    Helge Krückeberg

    Endlich geht es los: Vier Tage lang werden rund 300 junge Leute aus ganz Deutschland politische Ideen diskutieren.

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Stefan Weil lobte die jungen Delegierten für ihr Engagement, schließlich sei es nicht selbstverständlich, die Pfingstferien mit politischer Arbeit zu verbringen. „Von euer Einstellung brauchen wir mehr in der Gesellschaft“, rief er der Jugend zu. Gleichzeitig sprach er ihr Mut zu für die kommenden demografischen Herausforderungen. Bildung und Qualifizierung seien hierfür die wichtigsten staatlichen Aufgaben.

Die Liste der Redner war lang  - was alle einte, war der Fokus auf die anstehenden Bundestagswahlen im Herbst. Bessere Bildung und Ausbildung, sowie soziale Gerechtigkeit in Deutschland und in Europa waren die vorrangigen Themen. „Die Herkunft darf nicht über Bildungschancen entscheiden“, forderte der DGB-Bundesjugendsekretär, Florian Haggenmiller. Es war nicht nur das Bildungssystem, auch insgesamt wurde der schwarz-gelben Regierung von Seiten der Redner kein gutes Zeugnis ausgestellt.

Helge Krückeberg

Edeltraud Glänzer, Mitglied im geschäftsführenden Hauptvorstand der IG BCE, lobt die Arbeit der IG-BCE-Jugend. "Ihr habt einen guten Job gemacht", würdigt Edeltraud Glänzer, Mitglied im geschäftsführenden Hauptvorstand der IG BCE, die Arbeit der IG-BCE-Jugend. 
Edi Glänzer prangerte arbeitsmarktpolitische Fehler wie die Aufwertung der Minijobs als Rentenfalle an und verlangte ein Ende der Sparpolitik und mehr Solidärität in Europa: „Wir dürfen uns nicht auseinanderdividieren lassen.“ Einigkeit und Geschlossenheit, das war auch die Botschaft von Juso-Chef Sascha Vogt. Er unterstrich kämpferisch die gemeinsamen sozialen Grundwerte zwischen der IG-BCE-Jugend und den Jusos. Dass auch "ältere“ Gewerkschafter durchaus affin zur Jugendkultur sind, bewies der Landesbezirksleiter Nord, Ralf Becker. Sein Appell für mehr gewerkschaftliches Engagement mündete im mehrsprachigen Lob: „Ihr seid sexier than an iPhone.“

Helge Krückeberg

Delegierte bei der Eröffnung. Delegierte bei der Eröffnung.
Letztlich erhielten die 300 Teilnehmer am ersten Tag der Konferenz viel Lob, aber auch viel politischen Input, der sich sicherlich in den Diskussionen zu den Anträgen widerspiegeln wird. Am Ende des Tages stand noch die Verkündung des Geschäftsberichts an, er bündelte noch einmal die vielfältigen Aktivitäten in der gewerkschaftlichen Jugendarbeit. Die Erwartung an diese Jugend seitens der Redner, den politischen Kurswechsel mitzugestalten, war spürbar – genauso wie der Wille der jungen Gewerkschafter diesen Wandel anzugehen.

Helge Krückeberg

Delegierte des Landesbezirks Baden-Würtemberg. Die Erwartung an diese Jugend seitens der Redner, den politischen Kurswechsel mitzugestalten, war spürbar – genauso wie der Wille der jungen Gewerkschafter diesen Wandel zu anzugehen.

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