Medieninformation vom 09.12.2016

Tarifabschluss Kunststoff: Erhöhung in zwei Stufen um 2,8 und 2,5 Prozent

IG BCE und Kunststoff-Arbeitgeber haben nach schwierigen Verhandlungen in der zweiten Runde am Donnerstag (8. Dezember) einen Tarifabschluss für die bayerische Kunststoff verarbeitende Industrie erzielt. Die Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen steigen in zwei Stufen um insgesamt 5,3 Prozent. Im ersten Schritt erfolgt eine Anhebung um 2,8 Prozent, nach 14 Monaten eine weitere Erhöhung um 2,5 Prozent. Die Gesamtlaufzeit beträgt 24 Monate. Außerdem wird der Tarifvertrag „Zukunft durch Ausbildung“, der eine Mindestzahl an Ausbildungsplätzen vorsieht, fortgeführt.

 

lichtkunst.73 / pixelio.de

Kunststoffröhren
09.12.2016
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IG-BCE-Landesbezirksleiter und Verhandlungsführer Seppel Kraus: „Dies ist ein Kompromiss. Es war schwierig, eine Einigung zu erzielen. Den Arbeitgebern war die Gesamtbelastung aus unserer Forderung deutlich zu hoch und sie wollten sich einen größeren finanziellen Spielraum für Zukunftsinvestitionen und Veränderungen sichern. Wir dagegen waren der Auffassung, dass sich die aktuelle gute wirtschaftliche Situation auch im Tarifabschluss wiederfinden muss. Mit dem Tarifergebnis haben die Beschäftigten teil am Erfolg der Kunststoff verarbeitenden Industrie. Und uns ist es gelungen, an den Tarifabschluss in der chemischen Industrie anzuschließen. Auch in der Ausbildung wird das hohe Ausbildungsniveau sichergestellt.“

 

Der Abschluss in Einzelnen:

Nach einem Leermonat steigen ab 1. Februar 2017 die Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen um 2,8 Prozent, nach 14 Monaten um weitere 2,5 Prozent für 9 Monate.

Für Betriebe in wirtschaftlichen Schwierigkeiten gelten Sonderregelungen. Hier ist eine Verschiebung der Entgelterhöhungen jeweils um maximal zwei Monate möglich.

Der Tarifvertrag hat eine Gesamtlaufzeit von 24 Monaten.

Auch der Tarifvertrag „Zukunft durch Ausbildung“ wird fortgeführt. Die Tarifparteien wollen das erreichte hohe Ausbildungsniveau auch künftig beibehalten. Vor dem Hintergrund rückläufiger Schulabgängerzahlen und dem Trend zur akademischen Bildung sind zusätzliche Anstrengungen in der betrieblichen Ausbildung erforderlich.

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