Medieninformation vom 10. November 2016

Tarifrunde Kunststoff beginnt: Forderung beschlossen

Die Tarifkommission der IG BCE hat heute in Nürnberg einstimmig
ihre Forderung für Tarifrunde der bayerischen Kunststoff verarbeitenden
Industrie beschlossen: Gefordert wird eine Erhöhung der Löhne,
Gehälter und Ausbildungsvergütungen um 5,5 Prozent. Und der Tarifvertrag
„Zukunft durch Ausbildung“, der eine Mindestzahl an Ausbildungsplätzen
vorsieht, soll fortgeführt sowie Vorteile für Mitglieder
thematisiert werden.

lichtkunst.73 / pixelio.de

Kunststoffröhren
10.11.2016
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Verhandlungsführer und IG-BCE-Landesbezirksleiter Seppel Kraus: „Die
wirtschaftliche Lage der Kunststoff verarbeitenden Industrie in Bayern ist
überwiegend sehr gut oder gut. Einige Firmen schreiben Rekordergebnisse.
Die Mehrzahl der Unternehmen erwartet ein gutes oder sehr gutes Jahr
2017. Wir wollen unsere Arbeitnehmer an diesen positiven Entwicklungen
beteiligen. Und hoffen, aufgrund dieser guten wirtschaftlichen Situation
schnell zu einem Abschluss zu kommen- trotz des zu erwartenden Widerstands
der Arbeitgeber.“
Kraus weiter: „Seit Jahren fordern wir eine Verbesserung der Übernahmesituation
für Auszubildende. Dagegen hat sich die Branche immer gewehrt.
Und nun zeichnet sich ab, dass Fachkräftemangel die wirtschaftliche Entwicklung
der Unternehmen schwächt. Viele Firmen bekommen ihre Ausbildungsplätze
nicht mehr vollständig besetzt. Deshalb werden wir unsere
Forderung nach einer vorausschauenden Personalpolitik, die auch so etwas
wie Fachkräftesicherung einschließt, in diese Tarifrunde wieder einbringen.
Dazu gehört auch, dass wir die Bezahlung von Facharbeitern besonders
betonen werden.“

Die erste Tarifverhandlung mit dem Verband der Kunststoff verarbeitenden
Industrie in Bayern (KVI) findet am 25. November München
statt.

Unter den Tarifvertrag fallen rund 20.000 Beschäftigte, vor allem aus
Automobilzuliefer-, Bauzuliefer-Firmen und Medizintechnik.

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