Medieninformation vom 25. November 2016

Tarifrunde Kunststoff: Erste Verhandlung ergebnislos

Die erste Tarifverhandlung für die bayerische Kunststoff verarbeitende Industrie wurde heute in München ohne Ergebnis unterbrochen und auf den 8. Dezember vertagt.
Die IG BCE fordert eine Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen um 5,5 Prozent sowie eine Fortführung des Tarifvertrags „Zukunft durch Ausbildung“, der eine Mindestzahl an Ausbildungsplätzen vorsieht. Auch Vorteile für Mitglieder werden verlangt.

lichtkunst.73 / pixelio.de

Kunststoffröhren
28.11.2016
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In der sachlich geführten Wirtschaftsdebatte hat die IG BCE darauf hingewiesen, dass der Aufschwung sich auf hohem Niveau fortsetzt und solide Aussichten für die nächsten zwei Jahre bestehen. IG-BCE-Verhandlungsführer und Landesbezirksleiter Seppel Kraus: „Unsere Forderung ist ökonomisch angemessen, bezahlbar, passt in die Zeit und wird von den Beschäftigten getragen.“

Die Arbeitgeber wiesen darauf hin, dass die positiven Kennzahlen das Ergebnis eines Aufholprozesses seien, der nicht durch einen überzogenen Abschluss beim Entgelt gefährdet werden darf. Sie erwarten einen Tarifabschluss mit Außenmaß, der die Wettbewerbsfähigkeit von stärkeren und schwächeren Unternehmen am Standort Deutschland nicht gefährden darf.

Seppel Kraus: „Auch wir wollen eine Abschluss mit Augenmaß. Nur was sich die Arbeitgeber darunter vorstellen, ist von dem, was wir darunter verstehen, weit entfernt. Wir wollen angemessen am Erfolg der Unternehmen beteiligt werden.“

Beide Seiten stimmten darin überein, sich auch weiterhin stark in der Nachwuchssicherung zu engagieren und den Tarifvertrag ‚Zukunft durch Ausbildung‘ weiterentwickeln.

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